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Details zur Veranstaltung

29.04.2019

In die Expertenrolle schlüpfen

„Schüler-UNI“ der Klassenstufe 8 macht Jugendliche fit für Vortragssituationen

Rasante Einstiege kombiniert mit fesselnden Inhalten zogen das Publikum im Rahmen der „Schüler-UNI“ unseres Gymnasiums in ihren Bann. 70 Jugendliche der Klassenstufe 8 begeisterten mit ihren Vorträgen die Zuhörer. „Schule und Universität passen für uns gut zusammen“, hob der pädagogische Leiter, Bernd Krauß, in seinen Begrüßungsworten hervor. Universität bedeute im eigentlichen Sinne, die Gesamtheit aller Dinge. „Es geht um das Ganze, um die Schulgemeinschaft, die begleitenden Lehrer, die Schüler und die Eltern“, erläuterte Krauß. Damit in Verbindung brachte er auch den Gedanken der Selbständigkeit und der Eigenverantwortung. „Die Jugendlichen können im Rahmen der Schüler-UNI selbständig Erfahrungen machen. Entsprechend der Aussage von Aristoteles ‚Erfahrung ist der Anfang aller Kunst und jedes Wissens‘“. Darüber hinaus zeigte der Lehrer die alles umfassende Themenvielfalt der Vorträge an diesem Nachmittag auf: Wie viel von einem Kelten steckt in einem? Fitness im Alter, eine Reise in die Antarktis, Wie kamen die Elemente ins Periodensystem?, Wie träumen Menschen? und vieles mehr.

Im Namen des Lehrerteams Sonja Gabriel, Monika Kerner und Stefanie Schlegel, skizzierte Gabriel die Erfahrungen, welche die Mädchen und Jungs im Rahmen der Schüler-UNI machen. Sie beschrieb die Stationen sowie den Weg von der Themenfindung zur Forscherfrage, über die Recherche und die Quellenarbeit bis hin zu Visualisierungstechniken und Rhetorik. Im Blickfeld stand die Frage „Wie werde ich zum Experten zu meinem Thema“. Deshalb sollten die Eltern nicht zu ihrem eigenen Kind in den Vortrag gehen, damit die Kinder in die Expertenrolle finden können.

Die Herausforderung, einen Vortrag vor so zahlreichen Eltern, Lehrern, anderen Verwandten, Bekannten und Mitschülern zu halten, setzten die Achtklässler bravourös um. Lebendig trugen die Jugendlichen an diesem „Schüler-UNI“-Nachmittag in verschiedenen Klassenzimmern nacheinander ihre Ausarbeitungen vor und griffen dabei gekonnt auf ihr im Schuljahr erarbeitetes Wissen zurück. Trotz Lampenfieber überzeugten die Schüler mit mancher kraftvollen Rede und einer bildlichen Sprache. Das Gesagte wurde gut illustriert und damit eine größere Nachhaltigkeit erzielt.

Das Publikum bekam alles andere als eine fade Buchstabensuppe geboten. Gewürzt mit spannenden Inhalten, inspirierenden Impulsen und packenden Ideen überzeugten die Vortragenden. Am Ende eines jeden Vortrages lag es an den Zuhörern, dem jeweiligen Jugendlichen konstruktive und wertschätzende Rückmeldung mit positiven Anregungen zu geben. Die Schülerinnen und Schüler erhielten somit die Möglichkeit, über ihre Ausarbeitung und die Vortragssituation zu reflektieren.