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Details zur Veranstaltung

Janne Conrad erklärt anhand ihres Films „Forensic Detective. Geheimnisse des Blutes“ verschiedene Blutspuren. Die Demonstrationsobjekte hat sie aus Schweineblut selbst hergestellt.

05.06.2019

Bildung verbindet Generationen: Mutlanger Senioren lernen von Gymnasiasten

Die Schülerinnen und Schüler aus dem Seminarkurs der Jahrgangsstufe 1 des Franziskus Gymnasiums luden an zwei Nachmittagen die Generation 60+ der Gemeinde Mutlangen in den schuleigenen Hörsaal, um gut 50 interessierten Senioren die Ergebnisse ihrer Arbeiten vorzustellen. Diese behandelten interdisziplinär und facettenreich verschiedene Zugänge rund um das Thema Blut.

„Blut ist ein ganz besondrer Saft“, zitierte Dr. Phöbe Häcker zur Begrüßung aus einem Dialog zwischen Faust und Mephisto und hob damit die zeitlose Bedeutung dieses Themas hervor. Seit Beginn des Schuljahres hatten sich die Teilnehmer des Seminarkurses ihren jeweils eigenen Zugang zum Lern- und Forschungsgegenstand „Blut“ erschlossen. Neben den Reflexionen im Klassenzimmer half dabei auch die Vertiefung der bereits angestoßenen Kooperation mit der Generation 60+ der Gemeinde Mutlangen und dem DRK. So wurden die Schülerinnen und Schüler bereits im Oktober von zwei Seniorinnen und einem Senior besucht, um gemeinsam mit ihnen Übungen zur Themenfindung zu machen. Ferner fand eine Exkursion zu einer Blutspendenaktion des DRK in Lorch statt.

Dies führte zu einem informativen Vortragsangebot beispielsweise zu medizinischen Gesichtspunkten wie Dialyse und Spezialformen des Blutergusses, aber auch ethischen Fragestellungen im Zusammenhang mit Organspende bis hin zu einem kriminalistisch angehauchten Lehrfilm über Blutspurenanalyse und einer Auseinandersetzung mit der Blut- und Boden-Ideologie des Nationalsozialismus.

Angeregte Diskussionen im Anschluss zeugten von der Qualität der selbstbewusst gehaltenen Vorträge. Zufrieden zeigten sich die Kurslehrer Dr. Christian Tremmel und Dr. Phöbe Häcker auch mit dem bei den Schülern beobachteten Lerneffekt: „Manchmal zeigt sich, wieviel das Verständnis einzelner Begriffe ausmacht. Aber hat man das erfahren und verstanden, hat man wirklich einen ersten großen Schritt zur Studierfähigkeit gemacht.“