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Details zur Veranstaltung

11.10.2022

Austausch mit spanischen Partnerschulen lebt wieder auf

Nach zweieinhalbjähriger Unterbrechung erneuerte das Franziskus Gymnasium seine Kontakte nach Katalonien auf die intensive Art. Zwei Jahrgänge auf einmal durften in den letzten Septembertagen die Partnerschulen in Sant Cugat und Sant Sadurní d’Anoia besuchen.

Die Hinfahrt mit dem Bus nutzte die Gruppe zu einem Besuch mit Übernachtung in Avignon. Der beeindruckende Papstpalast wurde realistisch erfahrbar durch das Histopad, ein iPad, auf dem die historischen Begebenheiten visuell an den entsprechenden Orten nachvollziehbar werden. Noch realistischer war die Nervosität, die in Erwartung des Kommenden stetig wuchs: am Leben einer Familie in Katalonien teilhaben, auf Spanisch kommunizieren können, mit einer noch unbekannten Person ein gutes Verhältnis aufbauen.

Das offizielle Programm konnte dazu ein bisschen beitragen, denn schon am ersten Tag ging es nach dem Kennenlernen der Schule und des Unterrichts Richtung Küste. Im Badeort Sitges machten sich die Austauschpaare auf den Weg, um die Stadt und ihre Kultur in einem Kommunikationsspiel zu erleben. Zur Belohnung durften sich anschließend alle ins Mittelmeer stürzen.

Am Wochenende kümmerte n sich die Gastgeberfamilien mit vielfältigen Unternehmungen um ihre Gäste. Ein besonderes Erlebnis war für die Gruppe in Sant Cugat der Besuch einer typischen „masia“, eines Landhauses, das die Schwestern der Ordensschule für verschiedenste Aktivitäten nutzen. Die Gruppe in Sant Sadurní hingegen durfte die vielleicht beste Sektkellerei Spaniens besuchen, weil die Tochter des Hauses dieses Jahr am Austausch teilnimmt.

Neben intensiven Begegnungen, die vor allem auch beim traditionellen Besuch des Montserrat, des heiligen Berges der Katalanen, gepflegt wurden, spielte auch das Kennenlernen der katalanischen Geschichte und Kultur eine wichtige Rolle. Zwei Tage in Barcelona führten die Jugendlichen auf die Spuren der großen Werke des genialen Architekten Antonio Gaudí sowie in das lebendige Treiben in der Altstadt und im gotischen Viertel. Als Kontrastpunkt dazu diente die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Epochen katalanischer Kunst im Nationalmuseum auf dem Montjuic. Besonders aktuell war der vorletzte Besuchstag. Nach einem Besuch der historischen Orte in Sant Sadurní bzw. Sant Cugat machte die Gesamtgruppe einen Abstecher zu den Castellers nach Vilafranca. Dort bekamen die Schülerinnen und Schüler eine Einführung in die Kunst der Menschentürme. Und schon zwei Tage später wurde Vilafranca beim größten Wettbewerb des Jahres überlegener Sieger.

Für alle vergingen die Tage wie im Flug und der Abschied war wohl nur mit dem Trost zu ertragen, dass Mitte Oktober schon der Gegenbesuch aus Sant Sadurní bzw. Mitte April aus Sant Cugat kommen wird.